Am 28. April durften wir im evangelischen Gemeindesaal in Hirschau über 50 interessierte Besucher*innen zum Vortrag von Rainer Christoph begrüßen. Trotz kleiner technischer Herausforderungen – ein echtes „Hirschauer Stückl“ – blieb die Stimmung durchweg gut. Vielen Dank an unser Publikum, das sich davon nicht hat beeindrucken lassen!
In seinem Vortrag spannte Christoph den Bogen von Nürnberg bis Prag und zeigte die historische Bedeutung der Goldenen Straße, die bereits 1513 erstmals als „Gulden Stras“ erwähnt wurde. Zurück geht sie auf Kaiser Karl IV., der im 14. Jahrhundert durch geschickte Politik ein zusammenhängendes Gebiet – das sogenannte „Neuböhmen“ mit Zentrum in Sulzbach – entstehen ließ.
Auch Hirschau profitierte davon enorm: Erst durch die Verlegung der Route mitten durch die Stadt entwickelte sich ein wirtschaftlicher Aufschwung. Handwerksbetriebe, Märkte und Gasthäuser blühten auf, während gleichzeitig Geleitschutz für Reisende gestellt werden musste. Eine Besonderheit: Hirschau liegt als einzige Stadt sowohl an der Goldenen als auch an der sogenannten „Verbotenen Straße“.
Lebendig wurde der Vortrag vor allem durch anschauliche Beispiele: schwer beladene Fuhrwerke mit mehreren Pferden, große Viehherden mit bis zu 2000 Tieren und der rege Handel zwischen Nürnberg und Prag prägten das Bild dieser wichtigen Verbindung – auch wenn sie nicht nur Wohlstand, sondern zeitweise auch Unruhe durch durchziehende Heere brachte.
Mit vielen persönlichen Eindrücken entlang der Strecke machte Christoph die Geschichte greifbar und weckte die Lust, die Route selbst zu erkunden. Den Abschluss bildete eine kurze Fragerunde – und ein rundum gelungener Abend.





















